Aug 9 2009

Tag 1 auf dem West Coast Trail

“Aller Anfang ist schwer?!”

Trailhead Port Renfrew zur Thrashers Cove Campsite

Startzeit: 11:30

Tagesdistanz: 5km

Benötigte Zeit: 5h

Nachdem wir die Fähre zum Startpunkt des Trail genommen hatten, musste natürlich erstmal unser Trail-Start dokumentiert werden.

Unsere Gruppe – noch sauber und voller Energie…

Der Startpunkt des West Coast Trails

Die ersten Meter des Trails

Ich glaube, es gibt kaum einen unscheinbareren und langweiligeren Startpunkt wie diesen: Man sieht ein Schild, das darauf hinweist, dass man sich in einem Nationalpark Kanadas befindet und ein kleines Schild mit der Aufschrift “km75”. Nicht mehr und auch nicht weniger. Aber was soll’s…hochmotiviert und voller Energie brachen wir zu unserer 75km langen Tour auf.

Der Wald in diesem Gebiet ist mit unserem mitteleuropäischen Wäldern nicht so wirklich zu vergleichen: Die Bäume sind mit Abstand höher (bis 40m) und es ist am Boden recht feucht und daher voller Moos. Daher bezeichnet man das auch als “gemäßigen Regenwald“.

Mitten im Wald…

Wie wir schon gelesen und gehört hatten, sind die aus unserer Sicht ersten Kilometer die schwersten. So hatten wir eine Menge Steigungen, Hänge und vor allem Leitern zu bezwingen.

Die ersten Leitern…es sollten nicht die letzten gewesen sein.

Auf dem Weg kamen uns immer wieder andere Gruppen entgegen. Irgendwie wurde einem dann klar, was noch vor einem lag: Diese Leute war schon über 70km weit gelaufen und so sahen sie auch aus: Dreckig, am stinken und ausgelaugt. Na toll…sind ja tolle Aussichten, die wir noch vor uns haben! 😉

Die erste Rast legten wir dann bei einer verlassenen “Donkey Engine” bei km72 ein. Diese Geräte wurden dafür benutzt, um Baumstämme mittels einer Art Dampfmaschine auf Hügel zu ziehen.

Pause an der alten Donkey Engine

Der Weg ging weiter und man kann jetzt nicht gerade sagen, dass er einfacher wurde. Wir passierten den höchsten Punkt des WCTs, der auf  ca. 240m liegt. Aber nach weiteren anstrengenden Stunden dann endlich die Erlösung:

Endlich…Thrasher Cove in Sicht!

Für nur fünf Kilometer haben wir echt so einiges an Zeit gebraucht. Beruhigend, dass es nicht nur uns so erging, sondern die anderen, die mit uns gestartet sind auch nicht viel weiter gewandert waren.

Also hiess es direkt nach der Ankunft, die Zelte aufzubauen und ein paar Vorbereitungen für das Abendessen zu treffen. Aber davor mussten wir uns noch davon überzeugen, dass das Pazifikwasser wirklich mit Abstand kälter ist, als manch anderer Ozean…

Patrick beim Baden im eiskalten Pazifik

Beim Abendessen kochen

Was wirklich beeindruckend war, ist der Effekt der auch in San Francisco gut zu sehen ist: Feuchtwarme Luft, die über dem sehr kalten Meer zu Nebel wird, zieht aufgrund des Seewindes in Richtung Land und erzeugt dadurch eine wirklich beeindruckende Nebelwand (Genaue Erklärung bei Wikipedia).

Hier sah das noch wirklich schön aus, da bei uns strahlend blauer Himmel mit Sonnenschein vorherrschte, aber das sollte sich die kommenden Tage ändern…

Panorama von Thrasher Cove mit Seenebel


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