Mrz 19 2013

Was hat ein Sicherheitsvideo mit Survival zu tun? #airnzbear

Wenn man den Namen Bear Grylls hört, denkt man zuerst an diesen Briten, der sich scheinbar durch jede Art und Gelände durchschlagen kann und aber auch in den entlegensten Winkeln der Erde irgendwas essbares findet. Wobei “essbar” jetzt eine Definitionssache ist und bei ihm ebensowohl in die Abteilung “man stirbt nicht daran” passen würde… 😉

Nun die Frage: Was denkt man, wenn man diesen Namen in Zusammenhang mit einem Sicherheitsvideo eine Airline hört?

Logisch: Wie verhalte ich mich nach einem Flugzeugabsturz, wenn ich brav alle safety positions beim Aufschlag eingehalten habe und das Flugzeug über die Rutschen Noteinweisungskonform verlassen habe?

Aber Air NewZealand hat es mal wieder mit einem tollen Sicherheitsvideo geschafft, beides in einem tollen Film zu verpacken, aber schaut selbst:

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Auch sehr schön das Making-Of:

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Danke an werbekunst für den Link!



Jan 31 2013

Wat de Buur nich kennt, dat itt he nich.

…oder auch für die nicht-Westfalen unter uns: Was der Bauer nicht kennt, (fr)isst er nicht.

Dieses (nicht nur) westfälische Sprichwort ist in meiner Heimat recht oft anzuwenden. Gerade im übertragenen Sinne: beim Essen. Bisher ging ich davon aus, dass es vor allem auf Deutsche anzuwenden ist. Ich wurde da aber eines anderen belehrt…

Neulich war ja der große Eisregen über Deutschland. Ihr könnt jetzt mal raten, wer genau zu dem Zeitpunkt in den Urlaub fliegen wollte.

Ich. Richtig.

So habe ich dann brav und pünktlich am Flughafen eingecheckt und es sollte eigentlich gegen 14 Uhr nach Bangkok losgehen.

Leider hatte uns das oben erwähnte Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich durfte mit hunderten anderer Passagiere in dem schicken A380 der Thai Airways satte acht(!) Stunden am Boden warten.

Das nette an der Situation war, dass man mit den Flugbegleitern ins Gespräch kam. Der nette Kollege erzählte mir, dass sie in Frankfurt im Sheraton-Hotel am Airport übernachten. Entsprechend drängte sich mir die Frage auf, was man denn im Layover so schönes macht – das Hotel hat jetzt ja nicht gerade eine Top-Lage.

Die Antwort kam prompt: Schlafen, Sport und Essen.

Nicht, dass es jetzt ungewöhnlich wäre – ich und auch andere Kollegen mache das an einigen unserer Destinationen auch…aber der Flugbegleiter setzte dann noch hinzu: Wir gehen immer in den Thai-Imbiss am Terminal 1 – der versteht unsere Sprache und weiss, was wir essen wollen. Einziger Nachteil: Egal, wieviel Chilli ich auf das Essen packe, es wird nie scharf genug…!

Ohne Worte! Wer die Thai-Box am Terminal kennt wird vielleicht wissen, welch gutes Essen man dort im Imbiss-Stil bekommt…aber vielleicht sei den thailändischen Kollegen mal gutes deutsches Essen ans Herz gelegt.

Sie können ja auch auf “unser” Essen Chillipulver draufstreuen.

 



Jan 23 2013

Was steckt hinter den Piloten?

Offene und ehrlich Bekenntnisse bei einem australischen Fernsehsender…schaut einfach selbst 😉

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Jan 2 2013

In the face of ordinary

Im neuen Jahr möchte ich mal wieder ein paar Inhalte von anderen Blogs klauen, und zwar dieses Mal von meinem Kollegen Alex mit seinem Blog. Er befasst sich nicht nur mit der Fliegerei, sondern ist auch ein Fan von Foto und Video – eine meiner Meinung nach perfekter Kombination 😉

Er hat vor kurzem dieses Video von Virgin Atlantic ausgegraben. Einfach mal anschauen und schmunzeln…ich find’ es echt ansprechend gemacht:

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Jun 28 2012

Fast hätte ich es vergessen…TWR-APP-BBQ in FRA

…bis wir gestern – also am Dienstag Nachmittag um genau zu sein wieder in Richtung Heimat (Frankfurt) flogen. Schon im Landeanflug, wechselten wir auf die Tower-Frequenz und hören den Teil folgender Konversation:

“Lufthansa XXX cleared to land runway 25L”

“Lufthansa XXX, cleared to land runway 25L, müssen wir eigentlich Fleisch mitbringen?”

“Äh…ne..ist alles da.”

Auf kurzer Nachfrage meinerseits bei der Tower-Dame wurde es mir dann nochmal bestätigt: am 28.06.2012 ist das diesjährige Tower-Approach-Controller-BBQ auf dem Frankfurter Flughafen, alle Airline-Crews sind eingeladen das vorhadene Bier und Grillgut vor einer Leinwand mit Fussball zu konsumieren.

Danke an meinen Leser vom TWR für die Erinnerung! Er hatte es erst beim Artikel vom letzten Jahr gepostet. 🙂

Leider kann ich persönlich nicht teilnehmen, aber vielleicht wird’s im kommenden Jahr was…



Apr 19 2012

Der Anfang vom Ende…

Der Wecker reisst mich unsanft aus dem Schlaf, gefühlt habe ich nur ein paar wenige Stunden geschlafen. Rein praktisch werden es wohl auch kaum mehr gewesen sein. Ein Blick auf die Uhr bestätigt diese Vermutung: 2:05 Uhr. Ich bin dieses frühe Aufstehen wohl einfach nicht mehr gewohnt – warum auch nach fast 3 Wochen Urlaub? Ich sollte wohl doch auch in der arbeitsfreien Zeit mal anfangen, Simulator zu spielen, dann fällt das Aufstehen nicht mehr so schwer.

Diese Gedanken mehr oder wahrscheinlich noch mehr im Kopf quäle ich mich aus dem Bett und mache mich auf dem Weg in Richtung Bad. Heute früh ist wieder persönliches SCORE-Programm (sleep, chill, otherwise really expedite!) angesagt: so lange wie möglich schlafen – jede Minute zählt – Katzenwäsche und dann genau so bei der Arbeit ankommen, dass es zeitlich so gerade eben klappt wenn man mit mindestens 180 Sachen zur Arbeit donnert.

So in etwa kann man auch die Zeit zwischen “Bad” und “Briefingraum” passend beschreiben.

Immerhin bin ich nicht der einzige, dem es so geht: angekommen im Briefingraum (es ist mittlerweile kurz nach 3) stelle ich fest, dass die Kollegen auch nicht so aussehen, als hätten sie einen 12-stündigen Wellnessschlaf hinter sich und die Kollegin vom Creweinsatz hat nach ihrem Nachtdienst auch schon gewisse Anzeigen von Müdigkeit.

Beruhigend.

Leider war das beruhigende Gefühl schnell verflogen als mir einfiel, worüber ich mich bei der Veröffentlichung vom Dienstplan so ‘gefreut’ hatte: Heute ist ja auch noch Linecheck! Also nicht nur Urlaubsende, früh aufstehen, Müdigkeit, sondern auch noch jemanden mit an Bord, der einem ein wenig über die Finger schaut und das eine oder andere Mal ein paar Sachen von mir wissen möchte.

Immerhin: früher war ich bei diesen Linechecks immer total aufgeregt und entsprechend angespannt. Mittlerweile ist es deutlich besser geworden, weil ich so langsam die (Ausbilder-)Kollegen kenne und meine Faulheit in puncto lernen auch weniger geworden ist – nicht nur, weil ich das eine oder andere Mal auch mal hinten im Simulator sitzen und aufpassen darf.

Also schnell die Briefingunterlagen durchgesehen, Wetter geprüft, Spritmenge bestellt und ab zum Flieger. Dort angekommen haben wir dann erstmal in Ruhe alles vorbereitet, den ersten Kaffee getrunken und dann war erstmal warten angesagt: aufgrund des Nachtflugverbotes dürfen wir erst um exakt 5 Uhr morgens in den Himmel steigen. Ergebnis dieses “Erfolges” für die Anwohner: ab ca. 4 Uhr fängt alles am Flughafen an zu wuseln und um Punkt 5 Uhr werden die abflugbereiten Maschinen im Minutentakt in den Himmel geschossen.

So standen wir dann diesen Morgen als erste auf der Startbahn und haben dann um exakt 5:01 Uhr in den morgendlichen Himmel abgehoben.

Der Flug an sich war zum Glück recht ruhig. Blöderweise flogen wir in Richtung Westen, sodass wir der aufgehenden Sonne immer wegflogen und wir immer so im halbdunkel unterwegs waren.

Dann kam aber eine Sache, die eigentlich alles unschöne oder anstrengende in den Hintergrund rücken lässt:

Manhattan im Morgenlicht

Das entschädigte wirklich für so manches. Der Anflug verlief auf die Runway 04, sodass wir schön auf der linken Seite einen wunderbar beleuchtetes Manhattan bestaunen konnten. 🙂

Leider hatten wir nur recht kurzen Aufenthalt im großen Apfel, am nächsten Tag war ich Abends schon wieder in der Heimat. Aber immerhin besser als nichts.

So war also dieses Mal der Anfang vom Ende – also Urlaubsende – einerseits anstrengend, aber andererseits hat’s sich es mal wieder gelohnt 🙂



Mrz 16 2012

Abgeflogen – und zwar so richtig

Nachdem der letzte Artikel mit dem Pilotensimulator ja wirklich gut ankam (an dieser Stelle vielen Dank fürs Teilen, liken und sharen!), möchte ich aus gegebenen Anlass noch weitere Möglichkeiten zeigen, wie man ein paar Einblicke ins Fliegerleben bekommen kann.

Ein Anlass ist, dass ich vor einiger Zeit ein Buch in meinem Briefkasten gefunden habe – mehr dazu aber später.

Der andere Anlass war ein Kommentar bei flightforum.ch, wo ein User über meinen Blog schrieb “Auch wieder nur so eine Website, wo das Leben des Piloten maßlos geschönt wird.

Ja hallo? Ich dachte, ich jammer’ schon genug rum, aber das muss sich dann wohl in der nächsten Zeit mal ändern! 😉

 

Also zurück zum Thema und zu dem ominösen Buch, was in meinem Briefkasten lag.  Es handelt sich um das recht neu erschienene Buch “Abgeflogen” von einem Author namens Aurel Levy.

Anders als im Pilotensimulator von vor ein paar Tagen handelt dieses Buch von der anderen Seite der Cockpittür, genau genommen von den Kolleginnen und Kollegen, die ihren täglichen Job als Flugbegleiter nachgehen.

 

Die Geschichte erzählt den manchmal ziemlich chaotischen Alltag des Flugbegleiters Horst-Herbert Henschel aka. “Topsi”, dem zu Beginn der Geschichte noch nicht klar ist, dass sich sein Leben innerhalb der kommenden 24 Stunden grundlegend verändern wird. Aktuell ist er bereits einige Zeit mit seiner Freundin Carola zusammen, die in ihm einen zukünftigen Staranwalt sieht. Daher heuerte Topsi bei den “German Imperial Airlines” an, um Zeit zu gewinnen, eben nicht langweiliger Jurist zu werden. Aber, was alles passiert, nachdem er sturzbetrunken durch den sibirischen Schnee in Novosibirsk läuft, kann auch er als erfahrener Weltreisekellner vorher nicht ahnen. Ganz davon zu schweigen, mit welchem Zufall er überhaupt an dieses Ende der Welt kommt…

Das schöne an dem Buch ist, dass es sowohl für Flieger, als auch für Nicht-Flieger geeignet ist: Es ist eine unterhaltsame und fiktive Geschichte, die aber auch ohne große Abwandlungen im “echten Fliegerleben” so geschehen kann. Die Personen werden echt lebensnah und realistisch dargestellt, dass ich beim Lesen immer wieder überlegt hatte, wer denn in echt hinter diesen fiktiven Person stecken könnte 😉

Wer jedoch ein Buch sucht, was den Fliegeralltag in allen Details wiedergibt, den muss ich klar enttäuschen. Das Buch ist eine extrem unterhaltsame Lektüre und ich hatte Mühe und Not das Buch zur Seite zu legen. Der Autor selbst ist Pilot, was man aufgrund der ganzen so real wirkenden Charaktere und Orten, wo die Geschichte spielt, deutlich merkt.

Falls ihr also ein schönes Geschenk für jemanden sucht der gerne Aviatik-Unterhaltung liest, ist das hier eine klare Empfehlung.

 

Weitere Informationen findet ihr direkt beim Avila Verlag, bestellen könnt ihr das Buch bei Amazon sowohl als Papierversion als auch als Kindle eBook.

Es gibt auch eine facebook-Seite, wo ihr direkt mit dem Autor in Kontakt treten könnt.



Mrz 12 2012

Traumberuf Pilot

Nicht nur für Kinder ist ja für viele Menschen der Pilotenberuf ein Traumjob. Auch diverse Airlines wie zum Beispiel Air Berlin und Lufthansa zeichnen ja den Piloten auch gerne in schicker Uniform, RayBan-Sonnnebrille und ein paar jungen, hübschen Stewardessen an der Seite…

Wollt ihr also auch mal in den Genuss kommen und echt detaillierte Einblicke in das spannende und aufregende Fliegerleben bekommen, ist hier eine kleine Anleitung. Quasi ein Pilotensimulator statt dröger Flugsimulatoren… 😉

1. Bleibe die ganze Nacht wach

2. Setze dich auf den unbequemsten Stuhl den du hast – in einem Schrank – und schaue auf ein zwei Meter breites Poster von einem Cockpit.

3. Lass zwei oder drei laute Staubsauger auf höchster Stufe laufen. Dabei die Staubsauger so platzieren, dass sie zwar außerhalb der Sichtweite, aber deutlich hörbar sind. Wenn ein Staubsauger ausfällt, benutze die entsprechende Restart-Checkliste.

4. Auf der Hälfte deines nächtlichen Simulatorfluges, lass eine grell leuchtende Taschenlampe für ca. zwei bis drei Stunden direkt in dein Gesicht scheinen, um den Sonnenaufgang bei Ostflügen zu simulieren.

5. Lass dir verkochtes Essen auf einem Tablett in der Mitte der Nacht servieren.

6. Von Zeit zu Zeit trinke etwas kalten Kaffee. Bitte deine Frau, die Schranktür regelmäßig zuzuschlagen.

7. Wenn du auf Toilette musst weil der Kaffee durchkommt, stelle dich für mindestens zehn Minuten vor deine Badezimmertür. Dabei das Gewicht von einem Bein auf das andere verlagern, um es etwas erträglicher zu machen. Vergiss nicht, deine Mütze dabei zu tragen!

8. Verlasse den Schrank nach den festgelegten neun oder zehn Stunden, stelle deinen Rasensprenger an und stehe für 20 Minuten draußen in der Kälte, um auf den “Hotelbus” zu warten.

9. Gehe zusammen mit deinem Gepäck und dem Pilotenkoffer zu deinem Schlafzimmer. Warte vor der Tür bis deine Frau aufsteht, um die Zeit zu simulieren, die benötigt wird um dein Zimmer vom Roomservice herrichten zu lassen.

10. Wenn deine Ehepartnerin fragt, was zur Hölle du die ganze Nacht gemacht hast, antworte einfach “Ich habe die Faszination eines Nachtfluges zu romantischen Orten geübt” und falle tot ins Bett.

11. Liege für mehrere Stunden wach und hör eine Aufnahme von startenden und landenden Flugzeugen. Füge unregelmäßige Geräusche von einer Eismaschine, einem Aufzug und einem Saubsauger, der an deine Zimmertür schlägt, hinzu. Stelle den Fernseher im Nachbarzimmer auf höchste Lautstärke. Schlafe “entspannt” für drei Stunden, stehe danach wieder auf.

12. Nimm eine Dusche mit kaltem Wasser.

13. Zahle €20 für einen Bagel und einen Pott Kaffee.

14. Wenn du ein Purist bist, mache die oben genannten Punkte drei Nächte in Folge.

 

Viel Spaß beim Simulieren! 😉

(Und wenn Ihr noch mehr über das lustige Leben in der Luft lesen möchtet, kann ich Euch das Buch von einem Kollegen empfehlen. Ich habe “Abgeflogen” hier für EUch rezensiert.)



Feb 16 2012

Was FlugbegleiterInnen wirklich machen…

Sozusagen als Fortsetzung zu meinem Post von gestern ein entsprechendes Bild, wie der Job von den Kolleginnen und Kollegen in der Kabine wahrgenommen wird.

Jetzt frag’ ich mich nur noch in welche Kategorie ich sie als Frachtflieger einsortieren soll…hmmm…mal überlegen… 😉

Natürlich auch von facebook kopiert…vielen Dank an Ben und Claudi! 🙂



Feb 15 2012

Was wir Piloten wirklich machen…

Läuft im Moment etwas viral auf facebook rum. Trifft die Sache auf den Punkt, oder? 😉