Dez 24 2013

Es weihnachtet sehr…!

…deswegen möchte ich die Chance nutzen, euch allen ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen – egal wo auf der Welt ihr gerade unterwegs seid!

Ein treuer Begleiter: der Wackel-Weihnachtsmann aus dem 100-Yen-Shop

Geniesst die Tage unterm Baum (falls vorhanden), kommt gut ins neue Jahr und schaut auch 2014 mal wieder hier vorbei!



Sep 2 2013

Time to say goodbye….

Solltet ihr euch fragen, warum in der letzten Zeit so wenig von mir zu lesen war…der Grund war recht einfach: Ich habe in den letzten Wochen eine Umschulung auf einen anderen Flugzeugtyp gemacht.

Entsprechend schwer fiel mir auch der letzte Flug mit der “Lady”, den ich bereits vor über 8 Wochen hatte.

cockpit-md11

Einer der schönsten und geräumigsten Arbeitsplätze…
(c)Felix Gottwald via airliners.net

Es war eine echt schöne Zeit und ich werde viele der tollen Kollegen vermissen, auch die drei Schubhebel werden mir fehlen (die letzte Zeit hatte ich im Sim immer nur zwei, was schon recht komisch war… 😉 ).Jetzt heisst es weiter lernen und vor allem in kürze die rote Krawatte anziehen und endlich nach langer Zeit wieder fliegen gehen – ständig nur simulieren ist doch auf Dauer nix…

Übrigens: Wenn ihr noch mehr schöne Fotos wie dieses sehen wollt, schaut mal bei Felix auf seiner Homepage vorbei…



Mrz 11 2013

Neulich im Bett…

…in einem Crewhotel irgendwo auf dieser Welt:

  • “Hallo!”
  • “öööh….hallo? Wer bist du?”
  • “Ich bin dein Gehirn.”
  • “Aha. Was willst du? Ich will schlafen!”
  • “Aber es ist doch noch viel zu früh zum schlafen.”
  • “Ich muss aber morgen früh raus, arbeiten.”
  • “Ach, komm…außerdem ist Schlaf doch sowieso überbewertet!”
  • “Nein, es sind eh’ nur noch 5h bis zum Wakeup-Call…ich muss morgen nen Flugzeug fliegen!” Continue reading


Feb 2 2013

Triposo: Ein Reiseführer für überall

Wenn man viel und in unterschiedlichen Ländern und Städten unterwegs ist, möchte man vielleicht mal wissen, wo das nächste Restaurant um die Ecke ist oder wo man die Nacht in einem guten Hotel schlafen kann.

Bevor man sich jetzt für jedes Land oder jeden Ort einen Reiseführer zulegt – und zwar egal ob in Papierform oder digital – kann ich euch heute mal eine echte Empfehlung geben:

Triposo ist ein universeller Reiseführer. Die Vorteile davon sind eigentlich unschlagbar:

– kostenlos

– für iPhone/iPad/Android

– komplett Offline benutzbar

– integrierte Karten

Ich war beim ersten Mal ein wenig skeptisch, da hinter der Software kein klassischer Reiseführer-Verlag steckt, sondern ein ausgekügelter Algorithmus, der diverse Quellen im Internet (Wikipedia, OpenStreetMaps, Wikitravel, …) zusammenträgt und daraus einen Reiseführer generiert. Dazu generiert die Software noch Vorschläge und zwar abhängig vom Aufenthaltsort, der Tageszeit (mit Öffnungszeiten) und dem aktuellen Wetter.

Natürlich ist es nicht so, wie bei einem herkömmlichen Reiseführer, dass Bewertungen und Preiskategorien so klar hervorgehoben sind, aber für den großen 3-Wochen-Urlaubstrip würde ich ohnehin auf einen Papierreiseführer nicht verzichten.

Achja: Wer seine Reise in einem kleinen TravelLog sichern möchte, kann das auch mit dieser App machen. Habe ich aber bisher nicht getestet.



Sep 28 2012

Ausreden, Ausreden, Ausreden…

…das mag sich jetzt der eine oder andere denken, wenn ich schreibe, warum hier so lange nichts mehr passiert ist.

Aber neben der häuslichen Tätigkeit in Form von Renovieren (was auch noch mehrere Jahre dauern wird…) und diversen sozialen Verpflichtungen (die Freunde sollen einen ja auch noch wiedererkennen wenn man mal zu Hause ist) war ich dann noch länger im Urlaub und habe dann auch noch jemanden kennengelernt…naja, und diese Person hat eben auch keinen Gefallen daran, wenn ich dann länger vorm Rechner sitze… 😉

Ich finde es eine ganz passable Ausrede fürs nicht-bloggen, oder was meint ihr?

Aber trotz alledem möchte ich mal wieder ein paar Zeilen von mir geben, es gibt mal wieder viel zu berichten…

 

Vor allem musste ich feststellen, dass mein Bloggerkollege nff seine Aktivitäten auf seinem Blog Gedanken eines Fliegenden eingestellt hat. An dieser Stelle ein “Dankeschön” für die vielen Zeilen Info und Unterhaltung, es ist sehr schade, dass er aufgehört hat. Ich hoffe nur, dass sein zweiter Blog Jobo’s Abenteuer noch weitergeht…ich bin gespannt!



Jun 22 2012

Schlaaaaand…!

Heute Abend spielt die deutsche Mannschaft gegen Griechenland im Viertelfinale in der EM. Jetzt könnt ihr mal raten, wer gleich fliegen darf.

Richtig.

Gemäß dem Motto “Es gibt Tage, da verliert man, es gibt Tage da gewinnen die anderen” (Passenderweise ist dieser Spruch von Otto Rehagel) muss ich gleich ein bisschen durch die Luft pflügen.

 

Aber zum Glück gibt’s da noch die netten Kollegen vom 24h-Einsatz am Boden, die uns immerhin über Torinfos per Telex versorgen. Auch dieses Mal setze ich auf sie. Und die deutsche Manschaft.

In diesem Sinne: Schlaaaaand! Und euch viel Spaß beim Rudelgucken! 😉



Mai 7 2012

Komisches Geschäftsmodell

Jeder, der irgendwo auf der Welt unterwegs ist, will natürlich neben den Sehenwürdigkeiten und Attraktionen eines Landes auch ein paar weitere Eindrücke bekommen, so auch die einheimische Küche.

Das was in meiner Heimat der Pickert, der Wurstebrei oder ein deftiger Eintopf ist, hat natürlich in fernen Landen auch ein entsprechendes Pendant, was mindestens genauso Kalorienhaltig (und natürlich lecker) ist.

Da ich ja mit meinem Job eher bewegungstechnisch eher in die Gruppe der Bürostuhlakrobaten gehöre, bringen diese kulinarischen Ausflüge vor allem eins: Gewichtszunahme. (Die Theorie, dass es auch an dem gelegentlichen Feierabendbier liegen könnte, kann ich einfach nicht glauben… 😉 ). Um dem zumindest ein wenig gegenzuwirken vertreibe ich mir die Zeit unterwegs mehr oder weniger regelmäßig mit Sport.

So war ich dann auch in Dakar unterwegs. Bei gemütlichen 25 Grad begab ich mich auf die Straße, die am Wasser langlief und liess mich mit Musik vom iPhone bedudeln. Was in Dakar echt interessant ist: Man ist beim Sport nie alleine: egal zu welcher Uhrzeit sind eine Menge Einheimischer am Strand und betätigen sich auch sportlich. Continue reading



Apr 19 2012

Der Anfang vom Ende…

Der Wecker reisst mich unsanft aus dem Schlaf, gefühlt habe ich nur ein paar wenige Stunden geschlafen. Rein praktisch werden es wohl auch kaum mehr gewesen sein. Ein Blick auf die Uhr bestätigt diese Vermutung: 2:05 Uhr. Ich bin dieses frühe Aufstehen wohl einfach nicht mehr gewohnt – warum auch nach fast 3 Wochen Urlaub? Ich sollte wohl doch auch in der arbeitsfreien Zeit mal anfangen, Simulator zu spielen, dann fällt das Aufstehen nicht mehr so schwer.

Diese Gedanken mehr oder wahrscheinlich noch mehr im Kopf quäle ich mich aus dem Bett und mache mich auf dem Weg in Richtung Bad. Heute früh ist wieder persönliches SCORE-Programm (sleep, chill, otherwise really expedite!) angesagt: so lange wie möglich schlafen – jede Minute zählt – Katzenwäsche und dann genau so bei der Arbeit ankommen, dass es zeitlich so gerade eben klappt wenn man mit mindestens 180 Sachen zur Arbeit donnert.

So in etwa kann man auch die Zeit zwischen “Bad” und “Briefingraum” passend beschreiben.

Immerhin bin ich nicht der einzige, dem es so geht: angekommen im Briefingraum (es ist mittlerweile kurz nach 3) stelle ich fest, dass die Kollegen auch nicht so aussehen, als hätten sie einen 12-stündigen Wellnessschlaf hinter sich und die Kollegin vom Creweinsatz hat nach ihrem Nachtdienst auch schon gewisse Anzeigen von Müdigkeit.

Beruhigend.

Leider war das beruhigende Gefühl schnell verflogen als mir einfiel, worüber ich mich bei der Veröffentlichung vom Dienstplan so ‘gefreut’ hatte: Heute ist ja auch noch Linecheck! Also nicht nur Urlaubsende, früh aufstehen, Müdigkeit, sondern auch noch jemanden mit an Bord, der einem ein wenig über die Finger schaut und das eine oder andere Mal ein paar Sachen von mir wissen möchte.

Immerhin: früher war ich bei diesen Linechecks immer total aufgeregt und entsprechend angespannt. Mittlerweile ist es deutlich besser geworden, weil ich so langsam die (Ausbilder-)Kollegen kenne und meine Faulheit in puncto lernen auch weniger geworden ist – nicht nur, weil ich das eine oder andere Mal auch mal hinten im Simulator sitzen und aufpassen darf.

Also schnell die Briefingunterlagen durchgesehen, Wetter geprüft, Spritmenge bestellt und ab zum Flieger. Dort angekommen haben wir dann erstmal in Ruhe alles vorbereitet, den ersten Kaffee getrunken und dann war erstmal warten angesagt: aufgrund des Nachtflugverbotes dürfen wir erst um exakt 5 Uhr morgens in den Himmel steigen. Ergebnis dieses “Erfolges” für die Anwohner: ab ca. 4 Uhr fängt alles am Flughafen an zu wuseln und um Punkt 5 Uhr werden die abflugbereiten Maschinen im Minutentakt in den Himmel geschossen.

So standen wir dann diesen Morgen als erste auf der Startbahn und haben dann um exakt 5:01 Uhr in den morgendlichen Himmel abgehoben.

Der Flug an sich war zum Glück recht ruhig. Blöderweise flogen wir in Richtung Westen, sodass wir der aufgehenden Sonne immer wegflogen und wir immer so im halbdunkel unterwegs waren.

Dann kam aber eine Sache, die eigentlich alles unschöne oder anstrengende in den Hintergrund rücken lässt:

Manhattan im Morgenlicht

Das entschädigte wirklich für so manches. Der Anflug verlief auf die Runway 04, sodass wir schön auf der linken Seite einen wunderbar beleuchtetes Manhattan bestaunen konnten. 🙂

Leider hatten wir nur recht kurzen Aufenthalt im großen Apfel, am nächsten Tag war ich Abends schon wieder in der Heimat. Aber immerhin besser als nichts.

So war also dieses Mal der Anfang vom Ende – also Urlaubsende – einerseits anstrengend, aber andererseits hat’s sich es mal wieder gelohnt 🙂



Nov 14 2011

Die Fracht braucht die Nacht…

Der eine oder andere Leser hat ja vermutlich in der letzten Zeit schon in den Medien mitbekommen, dass es aktuell am größten deutschen Verkehrsflughafen ein wenig Stress gibt. Grund dafür ist – im Zuge der Flughafenerweiterung – die Inbetriebnahme der neuen, nördlichen Landebahn.

Die gesamte Thematik wurde eigentlich so richig interessant, als der VGH Kassel am 11.10.2011 ein Urteil fällte, in dem das Nachflugverbot mit der Öffnung der neuen Landebahn kommen sollte – gerade mal 10 Tage vor Öffnung der neuen Bahn. Immerhin konnte das Verbot noch bis zum 30.10. aufgeschoben werden, jedoch war es für die Airlines unmöglich, die zuvor beantragten Slots und Überflugrechte zu verschieben. Normalerweise dauert eine solche Beantragung – je nach Land – bis zu 8 Wochen.

Was war das Ergebnis dieses Problemes?

Die Passagierflieger wurden einfach ein paar Stunden vorgezogen. Auch die, die bisher knapp an der Schliessungszeit angeflogen sind. Dadurch sind verschiedenste Anschlussflüge im Flugplan alles andere als optimal.

Die Frachtairlines fliegen nun Abends kurz vor Schliessung des Frankfurter Flughafens mit einer Maschine nach Köln, lassen den Flieger dort ca. 4h auf dem Vorfeld rumstehen und eine andere Crew fliegt dann entsprechend der Zeitvorgabe in der Nacht auf die eigentliche Tour. Der Rückweg ist dann entsprechend umgekehrt. Also: mehr Personalkosten, mehr Fracht auf den Autobahnen, mehr Kerosin- und Benzinverbrauch.

Aber dafür haben die Anwohner jetzt Nacht ja Ruhe…

…bis 5 Uhr. Denn dann machen sich alle Maschinen auf den Weg, deren Slots noch kurzfristig umgelegt wurden. Aber 5 Uhr ist ja auch nicht so schlimm, da schläft ja keiner der Anwohner mehr… 😉

 

Mich würde vor allem mal interessieren, wie viele Leute günstig in Flughafennähe, bzw. in den Einflugsschneisen Grundstücke/Häuser erworben haben und jetzt an vorderster Front für ein Nachtflugverbot kämpfen.

 

Aber immerhin gibt es solche sinnfreien und emotionalen Diskussionen nicht nur bei uns in Deutschland. Mein Kollege der skypointer, schrieb neulich in einem Artikel über dieselbe Problematik am Flughafen Zürich. Beruhigend, dass nicht nur wir Deutsche so verrückt sind… 😉



Okt 20 2011

A long time ago…

…aber die Galaxie ist nicht “far, far away”, sondern dieselbe. 😉

Keine Angst, jetzt kommt nicht das Gejammer, wie viel oder wenig Zeit ich habe. Der Sommer war einfach nur wegen Haus(um)bau (was auch noch mindestens ein Jahr dauern wird), Urlaub und natürlich Arbeit gut ausgebucht und so ist das Schreiben ein wenig unter den Tisch gefallen.

Deswegen habe ich mir vorgenommen, mich mal wieder langsam daran zu gewöhnen und die eine oder andere Woche mal wieder ein paar Zeilen und/oder Bilder von mir zu geben.

Also: Stay tuned und Anregungen/Wünsche/Kommentare sind wie immer erwünscht! 🙂