Sep 18 2013

Eine wirklich tolle Geschäftsidee – oder: Wie die TSA aus Schikane auch noch Geld macht

Nach den Anschlägen vom 11. September wurden ja Hals über Kopf eine Menge neuer Verordnungen in und von den USA geschaffen, die unser terrorgefährdetes Leben ja unglaublich sicher machen sollen.

Die Beurteilung, ob das gelungen ist, überlasse ich einfach mal jedem selbst.

Aber – wie der Amerikaner sagen würde – “it’s the law!” und so kann man wohl oder über nichts gegen diese Schikane an amerikanischen Sicherheitskontrollen machen. (Übrigens: Auch Crews “dürfen” diese Prozeduren über sich ergehen lassen…).

Doch halt! Jetzt gibt es -die- Lösung für das Problem: Man kann sich nun vorher bei der TSA anmelden und dann braucht man auf einmal nicht mehr die Schuhe und den Gürtel ausziehen, den Laptop aus der Tasche nehmen und sogar Flüssigkeiten brauchen nicht mehr aus der Tasche genommen werden. Wahnsinn! Dabei waren doch gerade die Flüssigkeiten der Grund, weswegen wir alle schon halbe Terroristen waren.

Und wo ist der Haken? Naja, aktuell geht es nur für unsere amerikanischen Freunde (und nicht für Ausländer) und man muss sich vorher bei der TSA für eine läppische Gebühr von $85 anmelden…

Kann man Sicherheit jetzt also kaufen?

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(gefunden auf mojito.over-blog.net)

(via NBCNews)



Mai 14 2010

Neulich an der Sicherheitskontrolle

Jeder, der in den letzten Monaten mal geflogen ist, wird sich Garantiert an die Sicherheitskontrolle erinnern können. Es ist ja schon immer ein kleiner Spaß an sich, wenn man sich brav in die Reihe einreiht, immer weiter gespannt ob man es bis zum boarding schafft, da durch zu kommen und was vom Personal alles interessantes in der eigenen Tasche gefunden wird.

Natürlich müssen auch Crews durch eine Sicherheitskontrolle – keine Frage. Die Wege sind nur manchmal andere. So ist es auch so, dass diese Personalkontrollen meistens etwas freundlicher und entspannter sind.

So war es auch so, dass wir bis vor kurzem den Laptop in der Tasche behalten durften, während diese geröntgt wurde.

Seit kurzer Zeit hängt nun an der Sicherheitskontrolle meines Heimatflughafens ein Schild mit der Aufschrift “Laptop bitte einzeln aufs Band legen!“.

Gut, also denkt mal sich als kleiner Pilot, das liegt daran, dass die halt richtig durch die Tasche durchleuchten müssen.

Aber neulich verlief ein Gespräch in etwa so:

Den Laptop in eine eigene Kiste legen?

Ja.

Aber die Jacke kann ich doch daneben in die Kiste mit reintun, oder?

Nein.

Oh, ok. Warum nicht? Und wie kommt es, dass wir nun überhaupt Laptops auspacken müssen?

Weil Papier auf unseren Geräten wie Sprengstoff aussieht. Deswegen muss der Laptop einzeln in eine Kiste.

?!

Kann mir das einer erklären? Hab ich irgendeine Logik nicht verstanden? Oder wurde ich nur mal richtig verar***t?

Edit: Jetzt müsste ich eigentlich nur mal ein Stapel Papier in Form einer Bombe ausschneiden, Kopfhörerkabel rumwickeln und ne Uhr drumschnallen…käme mal auf nen Versuch drauf an…wer macht’s und berichtet? 😉



Nov 2 2009

Zuverlässigkeit und Terrorwahn

Neulich habe ich Post vom Amt bekommen. Zur Abwechslung war es mal kein total überteuertes und qualitativ schlechtes Foto beim Autofahren, sondern die Mitteilung dass ich nun hochoffiziell (mal wieder) zuverlässig und nicht terrorgefährdet bin.

zupFünf Jahre lang ist dieses Zettelchen gültig. Der nächste Antrag auf weitere Zuverlässigkeit muss aber wieder in einem Jahrgestellt werden, wo ich “denen” per Unterschrift einwillige, in allen Akten und Datensätzen nach mir zu wühlen.

Ich finde es toll, dass man über solche einfachen Methoden zuverlässig feststellen kann, ob jemand ein Terrorist ist oder nicht. Sicherheitskontrollen und anderer Wahnsinn zur Beruhigung der Massen gibt es trotdem weiterhin für jeden (auch sicherheitsüberprüften).

Achja: Die Kosten über mehr als 100 Euro zahlt mein Brötchengeber. Bei Privatpiloten, die diese sinnfreie Prozedur seit einiger Zeit auch machen müssen (man könnte ja mit einer kleinen Cessna ganze Städte zerstören…), bleiben die Kosten bei denen hängen.

Schönen Dank auch…

Oder um es im neuen Internetslang auszudrücken:

Und alle so: “Yeah!”



Mai 22 2009

Völkerverständigung mal anders?!

Als wir neulich von Dehli aus weiterfliegen wollten, hatten wir eine doch sehr lustige Begebenheit bei der Sicherheitskontrolle:

Dort wartete ein doch sehr klischeehaft aussehender Inder (so wie der hier in etwa…), der unsere Dokumente überprüfen wollte.
Während er dann so überprüfte, fiel meinem Kollegen das Namensschild von ihm auf, wo draufstand

Hitlar Singh

Naja…ihm fiel wohl recht schnell auf, wo wir hinschauten und meinte darauf nur “Aaaah, Germany…I know…we are good friends! Very good friends!” und präsentierte uns nochmal extra genau seinen Vornamen auf dem Namensschild.

…ohne Worte!