Okt 29 2009

Deutsche Bürokratie meets Africa…

Da ich ja neulich schon angedeutet hatte, ein wenig von meinen Erlebnissen und Geschichten in Afrika – speziell Dakar – zu schreiben, möchte ich erstmal mit harmlosen Sachen anfangen.

Ich war krank. Zu allem Überfluss in Dakar. Interessante Grippesymptome, die mich dann doch dazu bewegten, mehr oder weniger freiwillig zu einem senegalesischen Arzt zu fahren. Ohne jetzt diesen Arztbesuch im Detail zu erklären (die nachträgliche Geschichte kennt ihr ja schon…), war es so, dass ich natürlich auch irgendwie dahin und zurück kommen musste.

Die Ausgaben wollte ich gerne von meinem Brötchengeber erstattet bekommen und so habe ich dann per Antrag versucht, meine Kosten geltend zu machen.

Leider klappte das nicht ganz so wie geplant. Anstelle einer Kostenübernahme bekam ich ein neues Formular, wo ich bitte schriftlich erklären sollte, warum denn bitte der Taxifahrer keine Quittung ausgestellt hat.

Naja, da habe ich dann einfach mal losgelegt:

dakar-quittung

Hier nochmal für diejenigen, die meine Handschrift (so wie ich selbst) nur schwer entziffern können:

Wenn man in ein senegalesisches Taxi steigt, welches von aussen aussieht, als käme es frisch vom Schrottplatz, mit einer zersplitterten Frontscheibe, eingeschlagenen Seitenscheiben (deren Splitter im Fußraum liegen) und mit diesem Taxi nur im ersten und zweiten Gang zu seinem Ziel fährt, weil das Getriebe kaputt ist, kann man davon ausgehen, dass der Taxifahrer weder weiss, was eine Quittung ist, noch wahrscheinlich aufgrund von Analphabetismus keine ausstellen kann.

Ich bin gespannt, ob eine Antwort bekomme… 😉